Die Bedrohung der Meere III: Was man tun kann
Wenn man sich eingehend mit dem Thema der Bedrohung der Meere beschäftigt, stellt sich zwangsläufig die Frage, was man denn dagegen tun kann. Ich selbst habe zum Beispiel in der Schule Kuchen verkauft und konnte der TURTLE FOUNDATION schliesslich eine Spende von 954.- CHF übergeben. Die TURTLE FOUNDATION ist eine staatlich anerkannte, gemeinnützige Stiftung und unterhält derzeit bedeutende Schutzprojekte für Meeresschildkröten auf den Kapverden und in Indonesien.
Auch als Verbraucher hat man eine gewisse Macht, die man im Sinne der Meere einsetzen kann und Fisch aus nachhaltiger Produktion zu kaufen und zum Beispiel auf das Sigel der WWF-Seafood-Group zu achten. Die WWF-Seafood-Group wurde 2007 vom WWF Schweiz ins Leben gerufen, unter anderem mit dem Ziel, bedrohte Fischarten zu erhalten. Mit ihrem Beitritt verpflichten sich die Detailhändler und Lieferanten, darunter auch die Migros, zur Förderung der nachhaltigen Fischerei und Fischarten und Meeresfrüchte aus überfischten Beständen aus ihrem Sortiment zu nehmen. Stattdessen werden Fische aus nachhaltig bewirtschafteten Beständen und umweltgerechten Zuchten sowie MSC-Fisch aus Wildfang oder Biofisch angeboten. Die Migros hat sich zum Ziel gesetzt, schon bis im Mai 2009, nur noch Fisch aus nachhaltiger Produktion zu verkaufen. Der Marine Stewardship Council (MSC) ist eine unabhängige Organisation, die mit ihrem Namen für eine schonende und bestandserhaltende Fischerei garantiert. Der MSC wurde 1997 vom WWF und weiteren Teilnehmern als eine unabhängige, gemeinnützige Organisation gegründet. Ziel ist es, die Zukunft der Fischbestände, den Lebensraum Meer und die Existenzgrundlage von Fischern und ihren Familien langfristig zu sichern. Wichtig für die Kontrolle der MSC-Richtlinien ist die Rückverfolgbarkeit der Produkte. So kann zum Beispiel bei den Alaskalachsen anhand der Verkaufspackung eindeutig bestimmt werden, wann die Fische filetiert wurden und mit welchem Container der Transport in die Schweiz erfolgte.
Das ist natürlich nur Beispiele, es gibt viele andere Menschen, Organisationen, Verbände etc., die sich für den Schutz der Meere einsetzen. Doch leider besitzen diese zu wenig Macht um eine sofortige Wendung im Geschehen der Weltmeerespolitik zu erreichen. Diese Wendung ist aber notwendig, da sind sich Experten einig. Deswegen kommt es auf den Einzelnen an, die Macht dieser Organisationen zu verstärken.
Denn es gibt Alternativen, die eine winwin-Situation für die Umwelt, die Gesellschaft und die Wirtschaft herbeiführen könnten und bei denen niemand mittel- und langfristig benachteiligt würde. Doch die Regierungen und die Fischereiindustrie wollen nicht hinhören, da sie Angst vor den kurzfristigen finanziellen Folgen haben. Wenn allerdings nichts geändert wird, wird es zu einer Entwicklung kommen, die auch den Menschen und die Fischerei in schlechte Zeiten führen wird. So muss also an den Verstand der Konsumenten, der Leute in den Regierungen und in der Fischereiindustrie appelliert werden, dem schützenswerten Wunderwerk Meer die dringend benötigte Zeit zu geben, um sich zu regenerieren.
Also: Jeder und jede kann mit seinem/ihrem Handeln etwas bewirken - im grossen wie auch im kleinen Rahmen -, man muss nur wollen! Die Links geben einige Anregungen, wo man mit seinem eigenen Verhalten, z.B. beim Einkauf, ansetzen kann.
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