19. August 2008

Persönlichkeitstest: Die Auswertung

Du hast den Persönlichkeitstest im TWEN Respekt gemacht und möchtest jetzt wissen, was Sache ist? Hier geht es zur Auswertung

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19. August 2008

Podcast

18. August 2008

Für meine Entwicklung bin nur ich verantwortlich

Leute, die auch im hohen Alter mit Zufriedenheit auf ihr Leben zurückblicken können, haben eines gemeinsam: Sie haben ihr Leben in die Hand genommen und fühlen sich selbst für ihr Leben verantwortlich. Das Zauberwort lautet Selbstwirksamkeit. Was es damit auf sich hat, erklärt die Psychologie-Professorin Pasqualina Perrig-Chiello.

Es gibt Theorien, welche die Persönlichkeit nach dem dreissigsten Geburtstag als ausgereift betrachten. Heisst das, ab 30 erstarrt die Persönlichkeit, der Charakter ändert sich nicht mehr?

Psychologische Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass die Persönlichkeit ab 30 zunehmend gefestigt ist. Man sieht dies in den Lebensverlaufsdaten, vor allem bei Männern, dass es so etwas wie eine Konstante gibt: Wer mit 30 offen war, wird mit 60 mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht total engstirnig sein. Und jemand, der das Leben schon mit 30 eher schwer genommen hat, wird dies auch im Alter tun. Aber: Auch ab 30 lässt sich noch einiges verändern bzw. korrigieren, aber dies braucht einfach mehr Zeit und Energie.

Das heisst aber auch, dass bis 30 in Sachen Persönlichkeitsentwicklung ziemlich viel passiert?

Ja, das junge Erwachsenenalter ist die Zeit, in der junge Menschen die eigene Identität festigen, in der sie ihren Platz in der Gesellschaft sichern müssen, beruflich, partnerschaftlich oder familial. Zwischen 20 und 30 werden somit verschiedene gesellschaftliche Rollen übernommen und damit werden auch

die eigenen Grenzen und Möglichkeiten bewusst – und wenn nötig mit Nachdruck und Provokation – ausgelotet. Das alles sind wichtige Erfahrungen der Selbstwirksamkeit. Selbstwirksamkeit ist eine Schlüsselqualifikation für eine gute Lebensbewältigung, darum ist das Ausloten dieser Selbstwirksamkeit besonders in diesen Jahren ein grosses Thema.

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08. August 2008

Klimawandel und Gerechtigkeit

Klimawandel ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern auch ein Gerechtigkeitsproblem. Durch den Anstieg der Temperaturen kommt es vermehrt zu Dürreperioden, der Boden trocknet aus, die Erträge der Bauern gehen zurück. Hungersnöte und Wasserknappheit sind die Folge. Die höheren Temperaturen wiederum führen zu stärkerer Verdunstung und Wolkenbildung. Heftige Unwetter, Stürme und Überschwemmungen sind die Folge.

Diese Auswirkungen des Klimawandels machen sich vor allem auf der Südhalbkugel bemerkbar, in Ländern, die selber kaum CO2 in die Atmosphäre blasen, und die sich außerdem nicht so gut wie industrialisierte Länder gegen die Auswirkungen des Klimawandels wappnen können. Im Jahr 1999 hat es erstmals mehr Umwelt- als Kriegsflüchtlinge gegeben. Im deutschen Umweltministerium geht man davon aus, dass sich die Zahl in den kommenden 20 Jahren vervierfachen wird und 100 Millionen Menschen aufgrund von Umweltkatastrophen ihre Heimat verlassen müssen. Experten gehen davon aus, dass diese Wanderungsbewegungen zu schwerwiegenden Konflikten und Auseinandersetzungen führen werden.

Selbst wenn es möglich wäre, den CO2-Ausstoß von heute auf morgen zu stoppen, würde sich die Atmosphäre über Jahrhunderte weiter aufheizen. Neben den Bemühungen CO2 einzusparen, müssen deswegen dringend Konzepte entwickelt werden, wie auf die unvermeidbaren und schon bestehenden Auswirkungen des Klimawandels humanitär und sozial reagiert werden kann.

05. August 2008

Ungerechtigkeit stört mich!

Schon die alten Babylonier schimpften auf die faule, gottlose, böse Jugend, mit der es beständig bergab gehe. Heute heisst es vielleicht nicht mehr »gottlos« und »böse«, aber Klagen von Erwachsenen über eine Jugend, die für nichts mehr eintritt und kämpft ausser ihren persönlichen Vorteil, hört man immer noch allerorten. Aber so wenig die Vorwürfe vor 5.000 Jahren stimmten, so wenig stimmen auch die heutigen. Ein Beispiel dafür ist Sarah Gerster, Studentin an der ETH Zürich, die ein halbes Jahr lang als freiwillige Helferin in einem Kinderheim in Ulan-Ude (Sibirien) gearbeitet hat. Wir haben mit ihr über ihre Aufgaben, ihre Motivation und ihre Erfahrungen gesprochen.

Wie sah deine Arbeit, dein Tagesablauf in dem Kinderheim aus?

Ich habe immer eine kleine Gruppe von etwa zwei bis vier Kindern betreut und mit ihnen in einem eigenen Saal etwas gespielt oder gebastelt. Vor allem gebastelt: Pompoms, Servietten-Rosen, Scherenschnitte, spezielle Zeichnungen usw. Aber wir haben auch gespielt, so etwas wie Tangram, Tschau-Sepp usw., gesungen und immer viel gelacht. Die Aktivitäten haben den Kindern gut gefallen, aber ich glaube, die Atmosphäre der kleinen Gruppe war fast noch wichtiger für sie. Jemanden zu haben, dem sie ihre Träume und Ängste erzählen können, auf den Schoss genommen zu werden, laut singen, schreien, lachen, weinen zu dürfen, ohne dass sofort Ruhe verlangt wird. Kompletten Beitrag lesen …