29. May 2008

Ökostadt in der Wüste

Energiesparen war in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) bislang kein Thema. Warum sparsam mit etwas umgehen, über das man in Hülle und Fülle verfügt? Der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß ist hier doppelt so hoch wie in den USA und mehr als viermal so hoch wie in den westeuropäischen Ländern. Kein Wunder, wenn Benzin billiger ist als Wasser. Auch verdankt dass Land seinen Reichtum der Tatsache, dass man in den vergangenen Jahrzehnten nicht sonderlich sparsam mit Öl umging. Allerdings verfügen die Scheichs über eine weitere Energiequelle, eine, die tatsächlich unerschöpflich ist, nämlich die Sonne.

Was mit Hilfe dieser Energiequelle möglich ist, soll ein spektakulärer Prototyp der Stadt der Zukunft zeigen: Vor den Toren Abu Dhabis entsteht ab 2015 eine komplett CO2-neutrale Stadt namens Masdar, in der 50.000 Einwohner leben können. Die Stromversorgung wird durch riesige Solar- und Windkraftanlagen vor den Toren der Stadt sichergestellt. Durch effiziente Energienutzung soll der Verbrauch um 75% gesenkt werden. Die Müllmenge soll durch konsequentes Recycling sogar um 98% reduziert werden. Morgentau wird gesammelt und in das Wassernetz eingespeist, das Abwasser wieder aufbereitet. Herkömmliche Autos sind in der Stadt nicht mehr erlaubt, nur noch Elektrowagen und öffentliche Verkehrsmittel.

Hintergrund für dieses gewaltige Vorhaben ist die Erkenntnis, dass die Ölvorkommen nicht ewig reichen werden und mit ihnen auch der Geldstrom versiegen wird. Mit der Ökostadt Masdar will man die VAE deswegen zu einem führenden Zentrum für erneuerbare Energien machen und sich damit den Reichtum von übermorgen sichern. Wenn das gelingt, sind die 15 Milliarden Doller Startkapital eine sehr sinnvolle Investition. Kompletten Beitrag lesen …

20. May 2008

Wir setzen auf die falschen Werte

Der Ethiker Hans Ruh verbindet Theorie und Praxis: Der frühere Leiter des Instituts für Sozialethik in Zürich schult heute Kaderleute der Wirtschaft in Sachen Ethik, ist Gründer von Bluevalue, einem Fonds für ethische Geldanlagen. Und er denkt gerne Neues: Anstelle der Militärdienstpflicht ist er für einen obligatorischen Sozialdienst.

In der Schweiz besitzen 4% der Steuerpflichtigen 54% des Gesamtvermögens. Dagegen haben knapp zwei Drittel weniger als 50 000 Franken oder gar kein Vermögen. Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

In der Frage der Gerechtigkeit orientiert man sich am zentralen Begriff der Gleichheit. An sich müssten wir ja alle gleich viel haben. Aber: Wir haben ja nicht alle die gleichen Bedürfnisse. Somit wird Gleichheit schon mal relativiert. Und: Totale Gleichheit ist nicht realistisch und letztlich auch nicht ethisch.

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20. May 2008

Körper und Geist auf come2gether

come2gether.netIn den Medien werden meist die Schattenseiten der Migration thematisiert. Aber bietet sie nicht auch Chancen? Und wenn ja, welche? Diskutiere diese und andere Fragen zum Thema mit anderen EURO26-Membern auf come2gether.net.

09. May 2008

Ferien im grünen Bereich

Mit dem Sommer beginnt die Reisezeit. Damit der Urlaub nicht zur Erholung für den Menschen auf Kosten der Natur wird, lohnt es, sich ein paar Gedanken zum umweltverträglichen Reisen zu machen. Das heißt natürlich nicht, dass es jetzt Urlaub auf Balkonien angesagt ist oder nur noch in Jesus-Sandalen als Verkehrsmittel und Übernachtungen unter freiem Himmel erlaubt sind. Aber ein paar Gedanken, wie man Reiselust und Klimafrust unter einen Hut bringt, sind durchaus angebracht.

  • Urlaubsziele, die dichter als 700 Km liegen, mit Bahn, Auto oder Rad bereisen. Erst für Ziele, die weiter entfernt sind, ins Flugzeug steigen.
  • Flugreisen von über 2000 Km Entfernung nur machen, wenn man sich am Bestimmungsort wenigstens 14 Tage aufhält.
  • Flugreisen von über 2000 Km Entfernung nur machen, wenn man sich am Bestimmungsort wenigstens 14 Tage aufhält.
  • Mit den Klimarechnern von myclimate.org oder greenmiles.de lässt sich der CO2-Ausstoß einer Reise ermitteln, abhängig von Entfernung und Verkehrsmittel. Anhand dieser Daten ermittelt der Rechner einen Betrag, den man zum Ausgleich in Klimaschutzprojekte investieren kann.
  • Kleine, lokale Tourismusangebote abseits der Hotelburgen buchen, Massentourismus belastet die Umwelt besonders stark

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