Der Ball ist rund und grün
Zu den sportlichen Großereignissen des Jahres 2008 gehört die Fußball-Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich. Bei einem erwarteten Ansturm von Fans aus allen Ecken des Kontinents bedeutet die Veranstaltung auch ökologisch eine große Herausforderung. Deswegen wurde ein Nachhaltigkeitskonzept entwickelt, das durch umweltfreundliche Stadien und Maßnahmen im Bereich Energie, öffentlicher Verkehr und Abfall Standards für zukünftige Großveranstaltungen setzen soll.
Für das besondere Engagement in dieser Sache ist die Gastgeberstadt Innsbruck kürzlich mit dem »Grünen Ball« ausgezeichnet worden. Er wird von der Uefa an Institutionen und Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für das Nachhaltigkeitskonzept der EM stark machen.
Das will die Stadt Bern, in der drei Vorrundenspiele ausgerichtet werden, offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Der Stadtrat hat jetzt angekündigt, dass Bern die nachhaltigste aller Gastgeberstädte werden soll. Dazu werden in den Fanzonen ausschließlich zertifizierter Ökostrom und CO2-neutrale Kühlschränke genutzt. Zu essen gibt es Bio in ökologischer Verpackung. Außerdem wird das Angebot im öffentlichen Verkehr für die Zeit der EM massiv ausgebaut und das Parken ebenso massiv verteuert, damit die Fußballfans das Auto lieber zu Hause stehen lassen.
So wird die EM nicht nur ein Wettkampf in fußballerischer Hinsicht, sondern auch in ökologischer. Der Natur kann’s nur recht sein.
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